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                       Sunnähus Rückschau 2011


            Besuch im Juni von der Autorin Sandra Wöhe

Sandra Wöhe Autorin

 

 

 

 

 

 

Wie habe ich mich gefreut, als Frau Hofer uns gesagt hat, dass Sandra Wöhe uns am Montag, den 04.07.2011 besucht und aus ihrem neuen Buch „Die indonesischen Schwestern“ vorlesen wird. Da ich ihren Roman „Giraffe im Nadelöhr“ schon mit Begeisterung gelesen habe, waren unsere Bewohner/innen nicht die Einzigen, die an diesem Tag ungeduldig warteten.

Mit einem sympathischen Lächeln und lustig blitzenden Augen hat sie uns alle begrüsst, ein bisschen von sich erzählt und uns Zuhörer/innen ins Gespräch miteinbezogen. Die Geschichten, welche die Bestsellerautorin uns vorgelesen hat, haben uns berührt, nachdenklich gemacht, uns zum schmunzeln gebracht. Mit ihrer Stimme übte sie eine Faszination auf alle Zuhörer/innen aus. Alle lauschten gebannt. Sie lies uns teilhaben am Leben um Phyllis, der Mutter indonesischer Herkunft und ihren drei Töchtern.

Zu schnell kam die Zeit vom Abschied nehmen vom Sunnähus. Sie hat sich bei jedem Bewohner mit einem von Herzen kommendem Wort verabschiedet und versprach zugleich auch wiederzukommen.

Wir alle möchten uns bei Sandra Wöhe nochmals aufs herzlichste bedanken für die schöne Stunde mit ihr. 

Doris Lapiccirella

 

             Es soll noch schöner sein im Sunnähus zu Leben!

 

 Seit Ende letzten Jahres stand fest, dass im Sunnähus Renovationen und Mobilienwechsel anstehen. Priorität hatte ein Eckzimmer, welches plötzlich von Schimmel befallen war. Dies wurde mit einer speziellen Classidur bestrichen, die aber nicht die erwünschte Wirkung zeigte. So entschlossen wir uns, uns mit einem Belüftungssystem, welches auch in Kliniken und Hotels weltweit installiert wird, zu helfen und siehe da, dieses Problem ist gelöst. So werden nun alle Eckzimmer im August  2011 zur Vorbeugung mit diesem System ausgestattet.

Des Weiteren standen neue Pflegebetten an, die im April geliefert wurden.

Die Parkanlage wird ein neues Kleid erhalten. Diese Arbeiten wurden im Juni 2011 in Angriff genommen. Der Gemüsegarten erhält zwei Hochbeete, die den Bewohnern erlauben, sich ohne zu bücken, zu pflanzen und zu ernten.

                

Und endlich kommt der rollstuhlgängige Aussenlift von der Firma Garaventa AG Goldau. Hier wird speziell auf die Sicherheit der Demenz erkrankten Bewohner/innen geachtet. Der Treppenlift fällt dann weg und es ermöglicht unseren Bewohnern ein zweites Treppen-geländer zu benützen. Schliesslich gibt es Menschen, die sich beim Treppen steigen mit der linken oder rechten Hand am Geländer festhalten. Dieses neue Geländer kann aber auch von dem Physiotherapeuten für das Gehtraining genutzt werden.

Dazu kommt, dass in vielen Zimmern und einigen Gängen die Böden erneuert  werden. Es wird Zimmer für Zimmer in Angriff genommen. Dies bedeutet, dass die betroffenen Bewohner/innen in der Wohnstube übernachten werden. Herr Kurt Winkler hatte bereits im Jahre 2000 alle Böden erneuert, diese wurden aber sehr mangelhaft verlegt und weisen heute Schäden auf.

Alle Heizungsleitungen werden erneuert, da die alten Leitungen einen Materialschaden haben und rosten. Zugleich werden auch alle Wasserleitungen erneuert.

Zum Schluss kommt der Maler und bringt in die ganzen Zimmer Farbe, in der Fachsprache  Farbtherapie genannt. Licht und Farben haben einen grossen Einfluss auf unser Leben. Wir sind jeden Tag von Farben umgeben, nehmen sie bewusst oder unbewusst auf und setzen uns ihren Schwingungen aus. Unsere Sinne werden von Farben beherrscht und unser Gemütszustand wird von den uns umgebenden Farben beeinflusst.

Die Angehörigen sind gespannt auf das Endergebnis!

Die Hausglocke im Sunnähus wird erweitert damit man ohne Umwege auch Frau Monika Chiapparelli oder Frau Hofer besuchen kann.

Während der Bauphase werden wir tagsüber mit den Bewohnern Ausflüge machen (Stoos, Bodensee, Zoo etc.).

            Schifffahrt auf der Aare und dem Rhein

 

Unsere Flussfahrt  Aare–Rhein, die wir am 27.05.2011 durchführten, war ein schönes Erlebnis für unsere Bewohner/innen.

Ursula, Hugo, Claudia und Christina fragten schon Tage vorher, wann es endlich losgeht. Als der Tag dann endlich gekommen war, liefen Bewohner und Personal an die Anlegestelle Felsenau.

Die Fähre legte an und unsere Bewohner/innen liefen etwas ängstlich und unsicher über den schwankenden Steg. Freundlich wurden wir von Kapitän und der Schiffsmannschaft begrüsst. Da das Wetter kühl und regnerisch war, nahmen wir das Unterdeck für uns in Anspruch, dort hatte sich auch schon eine andere Reisegruppe platziert. Bei Kaffee und Kuchen, erklärte uns der Kapitän die Sehenswürdigkeiten von Aare und Rhein. Mit einigen Bewohnern durften wir auf das Oberdeck des Schiffes gehen. Dort ging eine steife Brise, was Christine nicht geheuer war und sie schnell wieder in dem unteren Teil der Fähre verschwand.

Karl A. beobachtete lächelnd alles ganz genau. Er freute sich, wenn die Fähre hin und her schwankte. Es fehlte ihm nur noch die Kapitänsmütze, die das Bild abgerundet hätte. Unsere Lieblingslieder erklangen durch das ganze Schiff und die Reisegruppe unterstützte uns kräftig bei unserem Gesang. Es war ein sehr schönes Miteinander und die Bewohner vergasen für einige Augenblicke den Alltag. Zur Erinnerung schossen wir noch einige Fotos. Bald darauf war unsere Reise zu Ende und die Fähre legte wieder in Felsenau an. Wir bedankten uns alle bei der Schiffsmannschaft für die schöne Rundfahrt. Wir können nur noch sagen: eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön ……………

 

 

 

 

 

 

 

Etwas müde von der Schifffahrt geht’s wieder zurück ins Sunnähus.

Beate Grimm

 

            Ethikkommission

 

Neu gegründet wurde im April 2011 eine Ethikkommission bestehend aus sechs Mitgliedern:

Herr Pfarrer Stefan Essig, Leuggern

Herr  Dr. med. Wolfgang Fehlmann, Kleindöttingen

Frau Petra Dankert, Pflegedienstleitung Sunnähus

Frau Shoshana Hofer, Heimleitung Sunnähus

Frau Doris Lapiccirella, SRK Pflegehelferin Sunnähus

Die allgemeine Ethik behandelt als Teilgebiet der Philosophie die Werte und die Verantwortung von Menschen. In der Berufsethik für Pflege werden Maßstäbe für Entscheidungen im professionellen Umfeld gesucht. Ob es um die Wahrung der Intimsphäre geht, um Sterbehilfe oder die Bearbeitung von Trauer, immer wird nach einer ethisch vertretbaren Begründung für das (zwischen-)menschliche Verhalten der Pflegekräfte gefragt. Pflegerisch Handelnde sind immer wieder mit Grenzsituationen von Menschen konfrontiert, in denen sie sich und anderen Antwort geben müssen auf die Frage, ob ihr Handeln richtig und gut erscheint. Dabei geht es nicht um die Einhaltung von bestimmten Verhaltensnormen, sondern vielmehr um die Reflexion des eigenen Tuns vor dem Hintergrund der Situation des pflegerisch abhängigen Menschen. Die pflegerische Handlung ist genau so gut, wie die Haltung gut ist, durch die sie hervorgebracht wird. In der heutigen Auseinandersetzung mit der Frage nach dem moralischen Charakter seien hier vier für die Pflege besonders wichtige Tugenden formuliert: Vertrauenswürdigkeit, Treue, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit. Im Rahmen der Pflege sind Tugenden sowohl Ausdruck des eigenen Berufsverständnisses als auch gesellschaftlicher Erwartungen.

Quelle: Ethik in der Pflegepraxis. SBK Bern 2003

Manche Menschen wissen,
wie wichtig es ist, einfach nur da zu sein.
Manche Menschen wissen,
wie wichtig es ist, andere zu trösten.
Manche Menschen wissen,
wie wichtig es ist, anderen Mut zu machen.
Manche Menschen wissen,
wie wichtig es ist, einfach nur zuzuhören.
Manche Menschen wissen,
wie wichtig es ist, andere zu lieben.
Manche Menschen sind
ein Geschenk des Himmels.

Udo Hahn

 

                 1. August 2011 im Gischberg        

                 


                             

 Der Nationalfeiertag ist für die Bewohner/innen ein ganz besonderer Tag. Dieser Tag wird im Rahmen der Bundesfeier speziell gefeiert. 

Die Gesichter unserer Bewohner/innen erstrahlten als sie das Plakat mit der Einladung zur Bundesfeier gelesen haben. Es gab kaum noch ein anderes Gesprächsthema, alles drehte sich um den 1. August und die Bundesfeier am Abend auf dem Gischberg. 

Am Abend machten sich alle Bewohner schick und versammelten sich im Eingangsbereich des Sunnähus. Sie warteten gespannt darauf, dass die Türe aufgeht und alle in die Autos steigen und endlich losfahren konnten. 

Auf dem Gischberg angekommen, sah man schon das grosse Festzelt und die vielen Leute, die diesen Tag gemeinsam feiern wollten. Wir wurden zu unserem Tisch geführt und jeder fand einen Platz. Nachdem alle sassen wurde die erste Bestellung aufgenommen. Jeder erhielt etwas Feines vom Grill und etwas zum Trinken durfte natürlich nicht fehlen. 

Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, lauschten wir andächtig den Alphornklängen. Der Männerchor Leuggern sang für unsere Bewohner/innen bekannte Lieder und lud zum Mitsingen und Schunkeln ein. 

Zum Dessert standen Rüeblikuchen, Linzertorte oder Schokoladenkuchen zur Auswahl. Alle haben nach ihrem Geschmack  etwas gefunden. Auch Mirko und Ursula, unsere Diabetiker, strahlten über das ganze Gesicht, denn auch sie durften ein Stück Kuchen geniessen. Man soll die Feste feiern wie sie fallen!  

Zum Schluss des Festes standen noch einmal alle von ihren Plätzen auf um die National-hymne zu singen. Auch unsere Bewohner/innen erhoben sich von ihren Plätzen

 und sangen kräftig mit. Den Refrain „Eure fromme Seele ahnt, ….“ konnten die meisten Bewohner/innen auswendig mitsingen. 

Anschliessend machten wir uns wieder auf den Heimweg ins Sunnähus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Der Abschluss der 1. August-Feier wurde im Sunnähus mit schönem Feuerwerk zum Ausklingen gebracht.

Vielleicht aber feierten auch einige in ihren Träumen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Sunnähus!      Shoshana Hofer

 

 

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